Richtiges lüften in Wohnung und Keller. Anleitung und Tipps

Richtiges lüften im Sommer und Winter. So lüften sie Wohnung und Keller richtig und senken die Luftfeuchtigkeit. Anleitung zum Wohnung lüften

Offenes Fenster - so lueftet man die Wohnung richtig
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n.a.

Richtiges Lüften – wie geht das?

Auf die Frage „wie lüften sie denn ihre Wohnung?“ kommt schnell die Antwort, „ich habe meist ein oder zwei Fenster gekippt offen.“ Das diese Form des Lüftens nicht wirklich zu einer Absenkung der Luftfeuchtigkeit in der Wohnung führt und im Gegenteil, sogar Schimmelwachstum an Fensternischen begünstigen kann, ist auch heute noch für viele Menschen neu.

Warum richtiges lüften wichtig ist, warum wir im Winter anders lüften sollten als im Sommer und das das Keller lüften auch nicht schwieriger ist als die Wohnung zu lüften, das erfahren sie in dieser ausführlichen „richtig lüften“ Anleitung.

Warum ist das Wohnung lüften wichtig?

Wir Menschen produzieren durch schwitzen einiges an Wasser, das in die Raumluft abgegeben wird, wenn wir uns im Haus aufhalten. Richtig Lüften ist wichtig zum Abtransport von Feuchtigkeit - Fenster wird geöffnetAber auch Wäsche waschen, Körperhygiene, Essen kochen oder Zimmerpflanzen und Aquarien tragen ihren Teil dazu bei, dass ständig viel Feuchtigkeit in Wohnräumen entsteht. In einem 4 Personen Haushalt können so bis zu 10 Liter Wasser pro Tag an die Raumluft abgegeben werden. Die Gefahr, dass die in der Raumluft enthaltene Luftfeuchtigkeit an kühlen Ecken und Wänden kondensiert und dabei dem Schimmel im Haus eine gute Grundlage zum Wachsen beschert, ist recht groß, sorgen wir nicht regelmäßig dafür, dass die feuchte Raumluft durch trockenere Außenluft ausgetauscht werden kann. Und wie könnte man das besser erreichen als durch richtiges lüften? Genau aus diesem Grund wollen wir uns mal ansehen, wie das mit dem Wohnung lüften wirklich geht.

Zum Verständnis der physikalischen Gesetze, soll an dieser Stelle noch kurz erläutert werden wie sich Luft und Feuchtigkeit bei Temperaturänderung verhalten. Eigentlich ist das Thema in einem Satz abgehandelt. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf binden als kalte Luft. Konkret sieht das so aus, das in einem Kubikmeter Luft mit einer Temperatur von +20°C bis zu 17 Gramm Wasserdampf bis zur Sättigung enthalten sein können, bei einer Lufttemperatur von 0°C dagegen nur etwa 5 Gramm. Das ist mehr als die 3fache Menge gebundenes Wasser bei Raumtemperatur, als dies die Außenluft an einem normalen Wintertag binden könnte.

Falsches lüften – so sollte man es nicht machen

Wie Eingangs schon erwähnt stellen die meisten Menschen aus Bequemlichkeit einfach ein oder zwei Fenster Falsches Lüften kann Folgen haben- gekipptes Fensterganztägig auf Kippe und meinen ihrer Schuldigkeit zum Wohnung lüften genüge getan zu haben. Weit gefehlt. Durch die Kippstellung der Fenster entsteht nur ein geringer Luftaustausch mit der Außenluft. Der ständige Strom warmer, feuchter Luft kann gut an den kühleren Außenwänden kondensieren und sorgt so für einige ständig feuchte Stellen auf Putz und Mauerwerk. Ein idealer Platz für Schimmelpilze um Fuß zu fassen. Ganz klarer Rat, gekippte Fenster haben nichts mit richtig lüften zu tun. Daher in Zukunft gekippte Fenster schließen und vergessen, dass es diese Funktion überhaupt gibt. ;-)

Richtig Lüften im Winter

Da wir weiter oben schon festgestellt haben, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit bindet als Kalte, bietet es sich an, die warme, feuchte Luft durch kalte, trockene Luft auszutauschen. Dazu sind kühle oder kalte Wintertage ideal, da der Temperaturunterschied zur Raumluft besonders hoch ist. Um einen schnellen und vollständigen Luftaustausch gewährleisten zu können sollten mindestens 2 gegenüberliegende Fenster (oder Fenster und Haustüre) komplett für etwa 5-10 Minuten geöffnet werden. Keine Angst, die Raumwärme geht nur zu einem geringen Teil verloren, da die meiste Wärmeenergie nicht in der Raumluft gespeichert ist, sondern in den erwärmten Wänden, Möbeln und Einrichtungsgegenständen vorhanden ist, diese Tatsache sorgt dafür, dass schon wenige Minuten nach schließen der Fenster die Raumtemperatur wieder auf normalem Niveau ist.

Davon ab, wird die (nun) trockenere Luft auch bei niedrigeren Temperaturen als wärmer empfunden. Trockene Raumluft spart daher auch Energie, weil unser Behaglichkeitsempfinden stark auf Luftfeuchtigkeit reagiert. Richtig Lüften im Winter ist also in mehrfacher Hinsicht nützlich ;-)

Der Lüftungsvorgang sollte im Winter mindestens 2x am Tag (z.B. morgens und abends) durchgeführt werden.

Richtig Lüften im Sommer

Da im Sommer die Außentemperaturen meist höher als in der Wohnung sind, bzw. die Wohnungstemperaturen sich den Außentemperaturen durch sowieso tagsüber geöffnete Fenster angleichen, ist ein Lüften im Sommer nur bedingt nötig und auch möglich. Besteht allerdings trotzdem der Bedarf nach einer Raumentfeuchtung, sollte man im Sommer möglichst nur sehr früh morgens und Spätabends die Wohnung lüften, da hier die Temperaturdifferenz zu Gunsten der wärmeren Raumluft am größten ist.

Richtiges Lüften in Frühjahr und Herbst

Am Problematischsten und dem Schimmelwachstum am Zuträglichsten sind die Monate im Frühling und Herbst, da hier naturgemäß Schimmel am Fenster entsteht wenn nicht richtig gelüftet wirdauch die Außenluft eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweist und die Temperaturdifferenzen zwischen Wohnraum und Außenluft meist relativ gering ist. Dies bedingt auch einen generell langsameren Luftaustausch. Schimmelbildung entsteht meist im Herbst, stoppt im Winter und legt dann im Frühling wieder richtig los wenn die Außentemperaturen wieder ansteigen. Ein Wohnung lüften ist in diesen Zeiten ein Muss und sollte täglich 3-4 mal über den Tag verteilt erfolgen. 10 bis 15 Minuten sind hier das Minimum an offener Zeit, länger kann nicht schaden.  Dabei spielt es im Übrigen keine Rolle ob es draußen regnet oder nicht, ein Luftaustausch findet auch an regnerischen Tagen zugunsten der Raumluft statt. Vorausgesetzt, die Innenluft ist wärmer als die Außenluft.

Den Keller lüften

Einen Keller zu lüften unterscheidet sich grundsätzlich nicht wirklich davon eine Wohnung zu lüften. Problematisch ist beim Keller lüften allerdings, dass die Räumlichkeiten meist ganzjährig unbeheizt sind und daher eine niedrigere Raumtemperatur vorherrscht. Da wir festgestellt haben, dass eine hohe Temperaturdifferenz dem Wohnung lüften förderlich ist, muss beim Keller lüften noch stärker darauf geachtet werden, dass zur richtigen Tageszeit bzw. an den richtigen Tagen gelüftet wird. Vorteil beim Keller lüften ist dagegen, dass beim Lüften keine (oder kaum) Heizenergie verloren gehen kann und daher die offenen Zeiten gerne länger sein dürfen.

Die beste Zeit einen Keller auszutrocknen ist wie auch in der Wohnung der Winter. Gerade wenn es knackig kalt draußen ist, kann schnell und effektiv die Feuchtigkeit aus den Kellerräumen durch lüften abtransportiert werden. Aber Vorsicht, wenn Fenster und Türen lange offen bleiben droht Gefahr, dass Wasserleitungen in Fenster- und Türnähe einfrieren können!

Um den Trocknungseffekt beim Keller lüften noch etwas zu verstärken, kann der Keller auch zuerst aufgeheizt werden (nicht mit Gasbrennern, die erhöhen den Wassergehalt in der Luft noch), bevor die warme, feuchte Luft nach außen in den Wintertag entlassen wird.

Fazit richtiges Lüften

Um das alles in einem Satz kurz zusammen zu fassen…
Die Wohnung mehrmals täglich 5-15 Minuten mit ganz geöffneten Fenstern querlüften wenn die Temperaturen in der Wohnung höher als die der Außenluft sind!

Wenn sie sich an diesen Grundsatz vom richtigen Lüften halten, stellt Schimmel in Ihrer Wohnung mit Sicherheit bald kein Problem mehr dar. Viel Erfolg beim Wohnung lüften!

ble
n.a.
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