Krank durch Schimmel? Schimmelpilzallergie Symptome?

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Schimmelallergie - was ist das genau?
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Schimmelallergie

Krank durch Schimmel?

Immer wieder finden sich in den Boulevard-Medien reißerisch aufgemachte Artikel und Reportagen über die Gefahren von Schimmel für die Gesundheit. Aber was ist wirklich dran an „Schimmelpilzvergiftung“, Schimmelpilzallergie und Co.?

Dieser Artikel soll grundlegenden Fragen zum Thema Krank durch Schimmel nachgehen und erste Hilfestellung bieten, wenn der Verdacht auf eine Schimmelpilzallergie vorliegt.

Doch zurück zur Eingangsfrage. Krank durch Schimmel – geht das? Ja tatsächlich, es ist durchaus möglich, dass Menschen an einer Schimmelpilzallergie erkranken und verschiedenste Symptome zeigen. Im Extremfall ist auch eine Schimmelpilzvergiftung möglich, aber doch in der Praxis eher selten anzutreffen und dann meist nur bei direktem Kontakt mit größeren Mengen Schimmelpilzen.

Schimmelpilzallergie Symptome?

Konkrete Symptome für eine Schimmelallergie auszumachen ist in der Praxis oft recht schwierig, da die auftretenden Symptome wie Schleimhautreizungen, Atemprobleme, Hautekzeme, Kopfschmerzen, Dauerschnupfen oder Niesanfälle auch auf andere Allergene passen. Wand mit starkem Schimmelbefall - kann Auslöser für eine Schimmelallergie seinEine Allergie ist bekanntlich kein eigenes Krankheitsbild, sondern eine Überreaktion des Körpers auf meist harmlose Stoffe mit denen wir in Berührung kommen bzw. welche wir einatmen.  Um also abzuklären welche Stoffe eine Allergie bei uns auslösen können, muss beim Arzt ein Allergietest gemacht werden, der abklärt ob Schimmel im Haus tatsächlich der Auslöser der Allergie ist. Allerdings ist es auch heutzutage noch immer schwierig eine Allergie einem Schimmelpilz zuzuordnen, da es nur von wenigen Arten Auszüge gibt, die für einen Allergietest herangezogen werden können.

Bevor hier aber ein entsprechender Schimmelallergie Test durchgeführt wird, sollte man zuerst versuchen bestimmte Umstände, die zu allergischen Reaktionen führen einzugrenzen. So sollte man sich unter anderem zum Beispiel folgende Fragen stellen…

  • In welchem Raum / Wohnung treten die Symptome (verstärkt) auf?
  • Verschwinden die Symptome wenn man das Haus / die Wohnung verlässt?
  • Ist man eher in der Nacht oder am Tag betroffen?
  • Zu welcher Jahreszeit treten Beschwerden verstärkt auf?
  • Bei welchem Wetter treten vermehrt Symptome auf?
  • Haben auch Mitbewohner ähnliche Beschwerden zu vermelden?
  • Wurde an Haus / Wohnung vor Beginn der Beschwerden baulich etwas verändert? (z.B. neue Fenster, oder energetische Sanierung der Wände?)
  • Wurden die Beschwerden nach und nach stärker oder sind sie schon länger auf gleichem Niveau?
  • Hat sich vor Beginn der Symptome etwas an der Lebensweise verändert? (z.B. andere Art zu heizen, Schlafzimmer gewechselt, anderer Biorhythmus durch Jobwechsel , neue Haustiere etc.)
  • Sind psychische Probleme auszuschließen? (z.B. Beziehung wurde beendet, schwere Krankheit von Angehörigen, oder sonstige starke Belastungen für die Psyche?)

Desweiteren sollte man sich auch auf anderen Gebieten Fragen stellen, die unter Umständen eine Schimmelpilzallergie ausschließen könnten, bzw. auf eine andere Allergie hinweisen. Erst wenn sich der Verdacht auf eine Schimmelpilzallergie verhärtet, sollte gezielt darauf ein Allergietest beim Arzt gemacht werden.

Wie Schimmel die Gesundheit noch beeinträchtigen kann

Nicht immer ist direkt eine Schimmelpilzallergie der Auslöser für oben genannte Symptome. Liegt eine hohe Sporenbelastung durch Schimmel in der Wohnung vor, reagiert mancher Mensch recht sensibel darauf und entwickelt ähnliche Symptome aufgrund der konkreten Belastung in der Luft. Auch entstehen  beim Wachstum mancher Schimmelpilzarten toxische Gifte, die in hoher Konzentration in der Raumluft zu einer Art Schimmelpilzvergiftung führen können, bei der dann ein unbestimmtes Unwohlsein als konkretes Symptom auftreten kann.

Man sollte aber auch betonen, dass Schimmel in kleinen Mengen im Wohnbereich nur selten zu starken Reaktionen bei vorher gesunden Menschen führt. Erst wenn das Immunsystem sowieso geschwächt ist oder Vorerkrankungen wie z.B. Asthma vorliegen, können auch kleinere mit Schimmel befallene Flächen zu einem Problem werden. Halten sie immer im Hinterkopf, dass das Thema Schimmel immer auch ein Geschäft mit der Angst von Betroffenen ist und versuchen sie ihre Situation nüchtern anhand eines konkreten Fragenkataloges (s.o.) einzuschätzen.

Wie sollte man sich bei Verdacht auf Schimmelpilzallergie verhalten?

Wie bereit s weiter oben erwähnt, sollte man zuerst einige andere krankmachende Faktoren ausschließen um dann als ersten Schritt mit dem Hausarzt über die Befürchtungen zu sprechen. Dabei hilft es immer, wenn man über einige Zeit ein Tagebuch über seine Befindlichkeiten führt. Konkret wäre darin festzuhalten wann, wo und wie stark Schimmelpilzallergie Symptome auftreten und wie sie sich genau darstellen. Gespräch mit einem Facharzt für Allergien

Bestätigt nun der Hausarzt den Verdacht, wird er sie zu einem Allergiespezialisten weiterleiten, der dann ganz gezielt einige Allergietests durchführen wird und entweder eine Schimmelpilzallergie bestätigt oder dementiert.

In der Zwischenzeit sollten sie möglichst jeden Kontakt mit Schimmel zu vermeiden versuchen. So bieten unter anderem gammelige Küchenabfälle den Pilzen einen guten Nährboden, manche Blumenerde von Zimmerpflanzen ist auch mit Schimmel durchsetzt und alle luftfeuchtigkeitssteigernden Maßnahmen wie Wäsche zum Trocknen in der Wohnung aufhängen oder bei geschlossenen Fenstern kochen etc. sollten ebenfalls vermieden werden. Ebenfalls wichtig um Raumfeuchte zu vermindern ist ein regelmäßiges Querlüften der Wohnung. Mindestens 2x am Tag die Fenster für 5 bis 15Minuten ganz aufmachen (Auch im Winter!).

Weitere Fragen rund um das Thema Schimmel im Haus (z.B. über richtiges Lüften) finden sie in einer Vielzahl Artikel auf dieser Webseite. Einige ausgesuchte, zum Thema dieses Artikels passende Artikel finden sie weiter unten in der Linkliste.
Viel Erfolg im Kampf gegen die Schimmelpilzallergie!

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